Agli Artisti: Die Kunst, gut zu essen

Wer von Kärnten kommend auf der Autostrada 23  – auch Autostrada Alpe-Adria genannt – Richtung Meer „rast“, ist selbst schuld. Bleiben derjenigen oder demjenigen doch die echten Schätze verborgen, die diese nur auf den ersten Blick trostlose und raue Gegend zu bieten hat.

Immer mehr Menschen begreifen, dass Italien nicht in Caorle, Lignano, Jesolo oder Venedig beginnt, sondern gleich nach der Grenze in Tarvis. Das Kanaltal und auch das Eisental (Canal del Ferro) wecken in Gesprächen mit Freunden oder Verwandten geteilte Kindheitserinnerungen.

Im Agli Artisti ist alles sehr stimmig.

Für viele war es einfach dieser enge finstere Schlurf, durch den man durch musste, um schnellst möglich ans Meer zu kommen. Für andere war es immer schon eine beinahe mystische Gegend. Eine Gegend, die viele Geschichten und erlebenswerte Orte bereithält, die es zu entdecken gilt.

Einer dieser Orte heißt Moggio Udinese, liegt an der Strada Statale 13 Pontebbana fast genau zwischen Tarvis und Udine (rund 50 Kilometer auf oder ab sind es in beide Richtungen), und ist bestens geeignet für eine längere Pause oder gleich für einen gezielten Ausflug.

Eine Wanderung zu den verlassenen Dörfern oder ins wunderbare Aupa-Tal sind nur zwei der vielen Möglichkeiten, Moggio und seine Umgebung näher kennenzulernen.

„L’arte di mangiare bene“

Aber es gibt noch einen guten Grund, einfach mal so nach Moggio zu fahren. Das Essen. Die Osteria Agli Artisti auf der Piazza Uffici 9-a wird ihrem Motto „L’arte di mangiare bene – Die Kunst, gut zu essen“ vollends gerecht. Küchenchef Denis Filaferro zaubert regionale Spezialitäten auf die Teller. 

Hier riecht und schmeckt man das Eisental, die Carnia oder einfach: diese wunderbare Gegend. Das Carpaccio di Manzo, der Lardo di Sauris, das Wildschwein-Ragout mit Polenta, das Filetto di Maiale in der Biersoße, die hausgemachten Teigtaschen (Cjarsons) mit Brombeerfüllung und das Panna Cotta mit Erdbeeren: Essen kann wirklich eine Kunstform sein.

Nicht nur die Kochkunst des Chefs macht einen Besuch „Bei den Künstlern“ empfehlenswert. Es ist der herzliche Empfang und das liebevolle Service seiner aus der Schweiz stammenden Frau Eliane, die sich charmant und humorvoll um das Wohl der Gäste  – unterstützt von ihrer Tochter Sharon – kümmert.

Lardo di Sauris – oder: Ein Glücksmoment.

Und es ist die bodenständige Art, mit der das Lokal geführt wird: Das Gemüse, das Obst und die Salate werden in ihrem Bergdomizil genannt „La Valle degli Orsi“ (auf Deutsch Bärental) auf über 700 Metern Seehöhe im Aupa-Tal gezogen. Die Weine stammen aus dem Friaul. Und auch für eingefleischte Biertrinker ist mit einer interessanten Bierkarte vorgesorgt.

Wer bei den Artisti essen möchte, sollte vorher unbedingt einen Tisch reservieren. Oder einfach auf gut Glück vorbeifahren. Mit einer Reservierung ist man aber auf der sicheren Seite.

Die Kunst, gut zu essen. Lokale wie das „Agli Artisti“ haben begriffen, was das bedeutet. Der herzliche Wunsch der Gastgeber, sich dort wie Zuhause zu fühlen, geht für die Gäste in Erfüllung. Und klar ist: Man möchte wieder vorbeikommen.

Agli Artisti – Piazza Uffici 9-a, 33015 Moggio Udinese

Öffnungszeiten:

Küche von 12:00-13:30 Uhr und von 18:30-20:30 Uhr

Montag und Dienstag geschlossen

Reservierungen: Tel. +39 335 705 0534

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