Also, ich magdas!

Der Stauderplatz in Klagenfurt. Auf den ersten Blick kein sehr einladender Platz. Beim zweiten und dritten Hinsehen gewinnt diese westliche Einfahrt zur Klagenfurter Innenstadt jedoch an Charme. Es kommt immer auf die Perspektive an. Richtet man seinen Blick in Richtung Pernhartgasse sieht man vor allem am Abend, nach Sonnenuntergang das so wunderbar beleuchtete Stauderhaus.

Dessen Geschichte ist ein schöner Einstieg für diesen Blogeintrag, wie es auf der Website der Stadt Klagenfurt zu lesen ist:

„Seinen Namen trägt es nach der wohltätigen Wirtin Maria Stauder. Hier stand einst ihr Gasthaus zum „Goldenen Hirschen” als zweigeschossiger Bau. Als die „Stauderin”, wie sie auch genannt wurde, 1861 starb, vermachte sie der Stadt 60.000 Gulden für notleidende Bürger. Damit wurde das nach ihr benannte Haus errichtet, das damals 28 Wohnungen beherbergte.“

Sehr passend also, dass die Caritas Kärnten hier auf diesem Platz ein Lokal eröffnet hat, das neben seinem kulinarischen Auftrag auf eine angenehme Art auch einen wohltätigen Hintergrund (hier genau nachzulesen) hat, das magdas am Stauderplatz 1. Schon die Website dieser Gaststätte verspricht eine positive, offene Stimmung, die sich im Inneren und neuerdings auch im Gastgarten fortführt.

Die Idee, dort essen zu gehen, hatte mein Vater, der in einer Zeitung eine Bewertung zum magdas gelesen hatte. Ein Familienessen mit meinen Eltern und meiner Schwester, das hatten wir wahrlich lange nicht mehr.

Willkommen im magdas. Foto: Johannes Puch – www.johannespuch.at

Unser Platz war an einem runden Tisch neben dem großen Bücherregal, das Lesestoff für vermutlich zwei Jahre oder mehr bereitstellt.

Gleich beim Betreten ist auffallend, dass die Betreiber im Lokal nicht jeden Zentimeter komplett mit Tischen und Sesseln vollgepfercht haben, wie das oft in Restaurants der Fall ist. Wo man unweigerlich jedes private Gespräch mitbekommt, ob man will oder nicht und wo man fast vom Teller der Nachbarn kosten könnte.

Burger als Tor zur Welt

Die Speisekarte führte uns auf eine Reise durch die Welt und das mitten in Klagenfurt. Wir bestellten Bouillabaisse, Ful, Gebratenes Wolfsbarschfilet, Veggie-Burger und den magdas-Burger. Burger? Eine dermaßen unkreative Auswahl bei dieser Speisekarte? Vielleicht! Aber Burger sind der beste Einstieg, die Qualität eines Lokales zu testen. Uns haben die Burger sehr gut geschmeckt.

Ich will es mir nicht anmaßen, das Essen nach einer Skala zu bewerten, wie beim Eiskunstlauf oder Turmspringen. Essen ist subjektiv, schmecken muss es. Uns hat das magdas sehr gut gefallen, wir empfehlen es weiter. Ob es den Adressaten dann schmeckt oder nicht, ist nicht unser Problem…

„Auch mit den exklusivsten Zutaten und der besten Zubereitung ist es nicht getan, wenn die Magie des Essens fehlt, und die entsteht durch die Umgebung, die Stimmung, die Erinnerung an längst vergangene Genüsse und vor allem durch die Menschen, mit denen man genießt.“ Anthony Bourdain

magdas-Lokal – Stauderplatz 1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

Öffnungszeiten:

Mo 9-14:30 Uhr
Di-Fr 9-23 Uhr
Mittagsmenü: 11:30 – 14:30

Weitere Bilder auf dem Instagram-Account

Das magdas auf Facebook und auf Twitter

PS: Wenn ein Lokal einen Rotwein vom Weingut Salzl (hier geht’s zur Website) auf der Karte hat, hat es bei mir schon gewonnen, aber auch das ist natürlich rein subjektiv…;)

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