In die Welt der Gaumenfreuden entführt: Sonntagsausflug nach Moggio Udinese

Erneut zu Besuch in der Osteria „Agli Artisti“ in Moggio Udinese. Das ist eine Wiederholung? Ja, sagten wir! Herzlichkeit und Gemütlichkeit spielen im kleinen, aber sehr feinen Lokal der Familie Filaferro eine große Rolle.

Küchenchef Denis und seine Frau Eliane empfangen ihre Gäste mit Offenheit und Charme. Und mit italienisch-friulanischen Gerichten, die einen Sonntagsausflug in den Canal del Ferro (Eisental) zu einem kulinarischen Genuss werden lassen. 

Von Klagenfurt sind es nach Moggio Udinese rund 115 Kilometer und eineinhalb Stunden Fahrzeit. Ein Tipp: Auf der Autobahn bis nach Tarvis fahren und dann weiter die Landstraße nehmen. Die Fahrt durch das Kanaltal, das bei Pontebba ins Eisental übergeht, entlang der Fella ist immer wieder ein Erlebnis.

Moggio erkennt man schon von weitem, die Abtei San Gallo ist ein guter und weithin sichtbarer Orientierungspunkt. Über die Fellabrücke geht es nach Moggio di Sotto, wo im Zentrum die Osteria auf der Piazza Uffici zu finden ist. Im Frühling, Sommer und Herbst – wenn es das Wetter zulässt – ist die Terrasse ideal. Hier kann man neben dem Essen und Trinken auch das Treiben in dem kleinen Ort beobachten.

Aber auch das Lokal selbst ist sehr gemütlich. Die Tische neben der Bar vermitteln italienisches Flair. Über eine Stiege gelangt man in die „Taverne“. Ein Raum, der auch für eine kleine Familienfeier sehr geeignet ist. Die Türe zur Küche ist offen, man kann dem Küchenchef auch kurz bei der künstlerischen Arbeit zusehen. Denis und Eliane stehen auch für Fragen zu den Produkten, die verwendet werden, zur Verfügung.

Gekocht wird, was gerade saisonal verfügbar ist. In ihrem kleinen Bauernhof „La valle degli orsi“ im Aupatal auf über 700 Metern Seehöhe – zugleich auch Wohnort – werden Gemüse, Kräuter, Obst selbst gepflanzt und geerntet.

Dem friulanischen Geschmack auf der Spur

Dieses Mal hatten wir das Glück, dass neben einigen regionalen friulanischen Speisen auch Spargelgerichte auf der Karte zu finden waren. Das „tartar di gamberoni con punte di aspargi“ verbindet den Geschmack des Meeres mit dem Geschmack der Region. Garnelen, Spargel, Orangenfilet, Olivenöl, Kapernblatt, Basilikumkaviar (auf diese Idee muss man erst einmal kommen) und knuspriger Mais sorgen für rundum zufriedene Gästegaumen. Und natürlich war auch der Lardo di Sauris, der wie Butter auf der Zunge zergeht, wieder Pflicht.

Herrlich sind die „tagliolini al nero di seppia e asparagi di mare“ – also mit Tintenfischtinte gefärbte Nudel mit Meeresspargel sowie die Garganelli mit Spargel und Speck. Die „tagliata di manzo al aceto di Modena“ wird wie der Name schon verrät mit einer Balsamicosauce serviert und bietet in dieser Kombination ein besonderes Geschmackserlebnis. Dies gilt auch für die zarten Lammkoteletts in Kräutersauce. Aber auch die Goldbrasse auf Proseccosauce garniert mit getrockneten Oliven haben uns überzeugt.

Fast wäre für ein Dessert kein Platz mehr gewesen, aber wir konnten nicht widerstehen. Ein geschmackvoller Schokoladekuchen  – zubereitet ohne Mehl und die für diese Gegend typischen Cjarsons (Teigtaschen) mit Himbeer und Ricotta waren der perfekte Abschluss unserer Genussreise durch die Carnia und das Aupatal.

Einen Teil der Geschmäcker des Aupatals und der Carnia kann man mit nach Hause nehmen. Die Filaferros bieten die selbst gemachten Gemüse-Cremen wie zum Beispiel „Ravùz“, das aus kleinen weißen Rüben gemacht wird oder „Crema di Radicchio rosso“ und andere Köstlichkeiten im Glas an.

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Informationen zu Moggio Udinese

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