Savoca: Ein schönes Angebot, das man nicht ablehnen kann

Schon die Fahrt nach Savoca mit dem Bus von Santa Tesera di Riva ist atemberaubend. Über einige Serpentinen geht es von Meereshöhe auf 330 Meter. Klingt nicht viel, ist aber vom Meer aus eine kleine Bergankunft. 

Bei der Ortseinfahrt gibt ein Schild Hinweis darauf, dass die knapp 1.700 Einwohner zählende Dorfschönheit zur Vereinigung „I borghi più belli d’Italia  – Die schönsten Orte Italiens“ gehört. Ein paar Minuten später weiß man, warum.

Savoca liegt 39 Kilometer südwestlich von Messina. Mit dem Bus von Taormina fährt man rund eine halbe Stunde. Steht auf der Tour vorher noch die Nachbargemeinde Forza d’Agrò auf dem Programm, dauert die Fahrt rund 45 Minuten. Eine Investition in Zeit, die sich auszahlt, weil die vielen Ausblicke traumhaft sind. 

Einer der bedeutendsten deutschen Dichter bringt die Schönheit auf den Punkt. Dabei ist die Umgebung von Taormina nur ein kleiner Ausschnitt dieser wunderbaren italienischen Insel. Hier kann man Südsehnsucht stillen, im wahrsten Sinne des Wortes.

„Dass ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf mein ganzes Leben.“ – Johann Wolfgang von Goethe

Steigt man in der Via Pineta aus dem Bus und geht nur ein paar Schritte in den Ort, steht sie plötzlich da. Die Bar Vitelli. Nicht nur aus touristischer Perspektive einer der Hotspots von Savoca. Hier drehte Francis Ford Coppola Szenen für „Der Pate“.

Bar Vitelli - Der Pate und Al Pacino lassen grüßen.
Bar Vitelli – Der Pate und Al Pacino lassen grüßen.

Der Eingangsbereich ist sicher eines der meist fotografierten Motive Siziliens. Mit einem Cannolo oder mehreren Cannoli, einem feinen Cappuccino, einer herrlichen Granita oder einfach mit einem Aperol Sprizz sollte man hier den Moment genießen.

Genau hier ist Al Pacino gesessen, als er als „Michael Corleone“ beim Barbesitzer um ein Rendezvous mit dessen Tochter „Apollonia“ bat.

Auch die Bar selbst ist sehenswert. In zwei Räumen werden Bilder von den Szenen aus dem Paten ausgestellt. Eine schöne Vitrine bietet das Speisenangebot. Gleichzeitig warten die Besitzer mit einem kleinen Souvenirladen auf. Nicht aufdringlich, sondern herzlich.

Dieses Gefühl vermitteln auch die Leute im Service. Die Bar Vitelli-Familie empfängt die Gäste auf charmante Art und Weise, ein Lokal mit Wohlfühlfaktor. Klare Empfehlung: Wenn man Fan der Paten-Trilogie ist, ist die Bar Vitelli bei einem Aufenthalt in Taormina oder Umgebung ein Pflichttermin.

Wenn wir schon beim Paten sind, ist natürlich auch die Kirche San Nicolò ein Anziehungspunkt. Mit dem berühmten Liebesthema von Nino Rota  – der für die Filmmusik verantwortlich zeichnete – im Ohr geht es auf einer Art Panoramaweg zu dieser markanten heiligen Stätte. Dort wurde die Hochzeit von „Michael Corleone“ und „Apollonia“ gedreht.

Für den Panoramaweg in Savoca sollte man sich Zeit nehmen: Die Ausblicke gehen in alle Himmelsrichtungen. Man kann mit den Augen in die Ferne schweifen, aber auch die vielen großen und kleinen Sehenswürdigkeiten am Weg wahrnehmen.

Sehenswürdigkeiten, die Peppe Moschella auf seiner Facebook-Seite in wundervollen Bildern, liebevoll zusammenfasst. Auch seine Liebeserklärung ist lesenswert und bedarf keiner Übersetzung: „Savoca è SAVOCA. Punto“

Es geht wie auch in Taormina und ähnlichen Orten, die auf und zwischen Felsen erbaut wurden, bergauf und bergab. Dadurch ändern sich die Perspektiven in kurzer Zeit. Man kann es so formulieren: Savoca ist ein Fest für die Sinne.

Einen guten Überblick über die kulinarischen Angebote liefert die Website der Gemeinde. Stichwort – „Dove mangiare“. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier.

Auch auf der offiziellen Tourismus-Seite von Sizilien erfährt man, was man in Savoca gesehen und vor allem auch gegessen haben sollte. Wie schon Marlon Brando als „Don Vito“ in „Der Pate“ gesagt hat: Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann.

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