Alfredo: Ein echter Ital(w)iener in Ottakring

„Vorspeisenteller?“ Mit dieser Frage eröffnen ein guter Freund und ich jeden Besuch im „Alfredo“ in der Steinbruchstraße in Ottakring.

Antworten müssen wir nicht. Der Blick des jeweils anderen reicht.

Alfredo: In jeder Ecke gemütlich.

Seit unserem ersten gemeinsamen Besuch ist der Genuss des „Antipasto Alfredo“, der auf der Speisekarte mit „Original gemischter italienischer Vorspeisenteller (Prosciutto di San Daniele, Vitello tonnato, Fenchelsalami, Büffelmozzarella, Pomodorini secchi, gegrilltes Gemüse nach Saison, Parmesan usw.)“ beschrieben wird, zu einem Ritual geworden. Der ist Pflicht. Nach diesem Gang ist alles andere erlaubt, je nach Lust und Laune.

Seit Juli 2007 hat das Ristorante oder die Trattoria, beides steht unter dem Logo, geöffnet. Und ist in den letzten Jahren zu unserem Lieblingsitaliener und Stammlokal in der Bundeshauptstadt geworden. Jetzt ist es bei jedem Wien-Aufenthalt ein Programmpunkt, der nicht fehlen darf.

Pizza, Pasta und noch Meer

Früher war das „Alfredo“ die Café-Konditorei „Tirolermandl“. Als der jetzige Inhaber Stephan Köstler den Betrieb von seinem Großvater Alfred übernahm,  hatte er die grandiose Idee, hier ein mediterranes Lokal zu eröffnen. Nachdem Italien immer schon ein Sehnsuchts-Land der Wiener gewesen ist, war es nahe liegend, den Fokus auf Pizza, Pasta und noch Meer zu legen.

Das Besondere am „Alfredo“ ist neben den wunderbaren Speisen und Getränken sein Flair. Die stilvolle Einrichtung und die Herzlichkeit der italienischen Ober lassen binnen weniger Minuten ein Urlaubsgefühl in der Großstadt aufkommen. Hier wurde der Spruch „Hier fehlt nur noch das Meer!“ geboren. Dieser Satz fällt noch bei jedem Besuch. Auch das ist ein Ritual.

Neben dem Vorspeisenteller, den wir immer mit Rosmarin-Pizzastangerl – eh schon wissen: Ritual – genießen, haben wir dieses Mal die „Crema Pomodoro“ – die Tomatencremesuppe mit frischem Basilikum und Obershaube gegessen.

Spaghetti alle vongole. Schmeckt nach Meer.

Danach die Spaghetti alle vongole – die Spaghetti in Butter-Weißweinsauce mit frischen Venusmuscheln und Kräutern sowie die Farfalle tricolore – die dreifarbigen „Schmetterlingsnudel“ mit Lach und Safransauce.

Empfehlenswert sind auch die Spaghetti alla Stefano – Spaghettini in Hummercreme mit gegrillten Steingarnelen und Crevetten. Auch die Pizze aus dem Steinofen munden hervorragend.

Leider war bei diesem Besuch kein Platz mehr für ein Dessert. Aus der jahrelangen Erfahrung sind das Tiramisu, die Toscanella – ein saftiger Schokoladekuchen an Sauerkirschragout, aber auch die anderen „Dolci“ eine Genussprobe wert.

Winter oder Sommer: Alfredo geht immer

Auch die Getränkekarte ist eine Reise nach Italien. Aber auch heimische Weine finden sich auf der gut sortierten Weinkarte. Wer gerne „Hugo“ trinkt, der sollte ihn bestellen. Es gibt keinen besser abgemischten als hier im „Alfredo“. Von Montag bis Freitag gibt es auch ein preiswertes Mittagsmenü. Oder man lässt sich den Essensgenuss liefern.

In der Adventzeit lockt vor dem Lokal ein Punschstand. Im Sommer ist die Terrasse gemütlich. Das Wasserrad ersetzt das Meerrauschen. Wenn man kurz die Augen schließt, ist Italien gleich um die Ecke. In der Steinbruchstraße in Ottakring.

Ristorante Trattoria Alfredo – Steinbruchstraße 30, 1160 Wien

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag von 11:00 Uhr – 24:00 Uhr

Reservierungen: Tel. +43 (0)1 912 17 17

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