Auf Weihnachtsfrieden folgt Spielabbruch

Manche Dinge ändern sich nie. Wenn die ATUS Ferlach Grizzlies und die Karawanken Murmalan aufeinander treffen, gibt es nach jeder Partie reichlich Gesprächsstoff.

Dieses Stadtderby ist seit dem ersten Duell 2017 aufgeheizt im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wenn es sich „nur“ um ein Testspiel handelt, sind die Cracks geladen wie sonst die handgefertigten Büchsen aus der südlichsten Stadt Österreichs. In der vergangenen Saison gab es auf dem Ferlacher Eislaufplatz sogar eine Hockey-Fightnight.

Und auch im Preseason-Game des dritten Karawanken Cups kochen die Emotionen gegen Ende des Spieles hoch. Dabei hat das Spiel extrem gut begonnen. Die elf (!) Zuschauerinnen und Zuschauer, die zu später Stunde den Weg in die Klagenfurter Stadthalle gefunden haben, bekommen auf beiden Seiten schnelle Kombinationen, ein hohes Tempo, bedingungslosen Einsatz und wunderbare Tore zu sehen.

Es gibt zwar einige unnötige Aktionen mit dem Stock, aber das Match bleibt am zweiten Weihnachtsfeiertag lange Zeit friedlich ohne größere Zwischenfälle.

Video: Rassige Szenen und ein Spielabbruch

Erst gegen Ende wird es ruppig. Als Murmalan-Stürmer Roland „Kathi Witt“ Zoff den Ellenbogen eines Gegenspielers unter das Gitter seines Helmes bekommt und dabei ein Stück seines Schneidezahns verliert, wird es am Eis ungemütlich.

Zunächst gibt es einen Trash-Talk, dann zieht Murmalan-Kapitän Markus Quinesser die Reißleine und bricht das Testspiel beim Stand von 6:3 für den Titelverteidiger zehn Minuten vor Schluss ab. Um den Weihnachtsfrieden schnell wieder herzustellen, gibt es nach einigen Diskussionen doch noch ein Shakehands auf dem Eis.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass bei diesem Vorbereitungsspiel keine Schiedsrichter dabei waren. Bei der dritten Auflage des Karawanken Cups werden Stockfouls heuer rigoros geahndet.

Hoffen auf Eiszeit

Nun gilt es, auf das passende Eishockey-Wetter zu hoffen. Für einen Freiluft- und Natureis-Cup sind die Temperaturen derzeit zu hoch, um eine bespielbare Unterlage garantieren zu können. Dabei ist die Vorfreude bei den Spielern und Fans schon groß. So wurde in Sele/Zell eine neue Bande installiert. Auch in Gotschuchen wurde in die Infrastruktur investiert. Nicht nur die Bande erhielt einen neuen Anstrich, auch eine Gästekabine wurde gebaut.

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