Bodental: Entspannter Spaziergang zum Meerauge

Das Bodental ist ein Hochtal in den Karawanken und zugleich eine wunderschöne Naturarena, die sehr viele Möglichkeiten bietet, eine schöne Zeit zu verbringen.

Im Winter bietet das Bodental den großen und kleinen Wintersportlerinnen und Wintersportlern viele schöne Optionen. Sei es Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhwandern oder einfach nur Rodeln: Generationen von Kindern haben hier bereits ihre ersten Schwünge in den Schnee gezogen. Das vier Kilometer lange Tal nahe der slowenischen Grenze ist ein Eldorado für Familien-Ausflüge.

Aber auch im Frühjahr, Sommer und Herbst gibt es hier sehr viele Angebote, um sinnvoll seine Freizeit zu gestalten. Für Jede und Jeden ist etwas dabei. Von hier aus steht entweder Wandern, Bergsteigen oder Mountainbiken auf dem Programm. Das Bodental eignet sich aber auch einfach für einen kurzen, aber entspannten Spaziergang inmitten einer bezaubernden und reizvollen Tal- und Berglandschaft.

Rund 10 Straßenkilometer sind es von Ferlach aus, von Klagenfurt rund 26 Kilometer. Man fährt Richtung Slowenien auf der Loiblpass-Bundesstraße und biegt auf der Sapotnica rechts ins Richtung Bodental ab. Beim Familienhof Sereinig gibt es einen großen Parkplatz. Von hier aus startet der Spazier-Ausflug zum Meerauge.

Bilder: Gib dir Meerauge

Auf der Tafel sind 25 Minuten bis zu diesem Naturjuwel verzeichnet. Mit kleinen Kindern, die wie die Erwachsenen viele neue Eindrücke erleben, dauert es eine Spur länger. Gegen die Zeit spazieren ist aber nicht im Sinne von SüdSehnSucht, viel mehr ist das Spazieren oder Wandern mit der Zeit das Motto.

Das bringt viel mehr, weil die neuen Eindrücke sich intensiver ins Gedächtnis brennen und viel besser verarbeitet werden können. Fotos und Videos sind das Eine, die eigene Sinneswahrnehmung bringt die Wirkung für ein gutes Seelenleben.

Familien-Spaziergang im Bodental

Der Spaziergang ist auch für Familien mit Kleinkindern und Babys im Kinderwagen oder im Tragerucksack absolut geeignet. Es ist schön zu beobachten, wenn Kinder schon im jüngsten Alter Natur auf diese Weise erleben können.

Der Weg, der auch Teil des Panoramaweg Südalpen ist, führt zunächst vorbei an der berühmten Skipiste entlang eines Zaunes. Auf einer Wiese weiden die beiden Pferde von Hansi Lausegger, der im Winter Pferdeschlittenfahrten durch das tiefverschneite romantische Bodental anbietet. Eine Empfehlung, die sich lohnt. Jetzt im Sommer haben sich die beiden Pferde namens Linda und Flora eine Pause verdient.

Nach dem Zaun wechselt man auf die neu asphaltierte Straße. Eine liebevoll gestaltete alte Mühle erinnert daran, dass im Bodental einst fast jeder größere Bauernhof eine eigene Mühle hatte. Das Wasser sorgt hier für Bewegung an der Wand und treibt unter anderem zwei Holzsäge-Arbeiter an.

Weiter geht’s nach einer kurzen Pause. Die Straße, von der man den imposanten Talschluss Vertatscha (2.180 Meter) immer als Orientierungspunkt vor sich hat, zieht vorbei an gepflegten neuen und alten Häuschen. Ein Luster an einem Baum weckt das Interesse nicht nur bei den Kindern. Schmuckdesignerin Corinna Tauschke hat hier ein altes Bauernhaus zu ihrer Kreativwerkstatt eingerichtet.

Tor zum Meerauge

Wenige Gehminuten später ist der Eingang zum Meerauge erreicht. Ein bisschen mystisch mutet dieser Eingang, der sehr schön mit einer Holztafel gestaltet wurde, an. Man taucht in eine Art „Zauberwald“ ein, ein angelegter Holzsteg mit Brücken über den Bodenbach führt nun zum Ziel dieses Spazierganges.

Das Meerauge ist ein in der letzten Eiszeit (vor 70.000 bis 10.000 Jahren) entstandenes Toteisloch, in dessen Mitte sich ein Teich befindet, und wirkt im ersten Moment ein bisschen unheimlich. Dafür sorgen vor allem die darin liegenden Bäume. Die Lichtstimmung tut ihr übriges.

Die Farben sind wunderschön. Der Holzsteg führt rund um den Teich, der je nach Wolkenlage oder Sonneneinstrahlung ein mehr oder weniger intensives Türkis hat.

Sagenumwobene Bodentaler Sehenswürdigkeit

Der bekannte Rosentaler Hans M. Tuschar hat auf einem Baum eine kleine Tafel (diese und alle anderen hat er in seinem Buch „Rosentaler Wanderschritte – Ein 6-Tage-Menü für Körper, Geist und Seele“ beschrieben) mit einem Gedicht angebracht, das die mit dem Meerauge verbundene Sage wiedergibt.

„Einst sanken zwei Ochsen mit Wagen und Heu – in die Tiefe – es war in Sekunden vorbei. „Nichts zeugte vom Unglück, vom finsteren Grauen. Nicht die Welle, die kleinste konnt’ das Auge erschauen. Erst Wochen danach und jenseits der Höh’ trieb das Ochsenjoch drüben im Veldeser See!“

Quelle: Tafel Hans Tuschar beim Meerauge

Die Sage ist auch auf einer Schautafel beim Eingang beschrieben, ebenso wie die Entstehung dieses Gletscherrelikts.

Laut der Sage heißt es, „dass das Meerauge unterirdisch mit anderen Gewässern, ja, sogar mit dem Meer verbunden sein soll. So soll einmal dem Bodenbauer bei der Heuernte das vollbeladene Ochsengespann durchgegangen und in das Meerauge gestürzt sein. Als der Bauer wenige Minuten später am Ufer ankam, konnte er nur noch tatenlos zusehen, wie die Heufuhre samt den Ochsen versank. Mehrere Wochen später soll man am Veldeser See auf der anderen Seite der Karawanken das Joch des Gespanns schwimmend gefunden haben.“ (Quelle: Hans M. Tuschar – Naturerlebnis Bodental)

Nach Besuch des Meerauges ist ein Abstecher zum Bodenbauer – Podnar, der nicht nur für seinen Schweinsbraten über das Bodental hinaus bekannt ist, möglich. Nach nur wenigen Augenblicken erreicht man das alteingesessene Gasthaus, das auch bei längeren Wanderungen ein beliebter Pausenstopp ist. Sehenswert ist die Linde, die seit 1979 ein geschütztes Naturdenkmal ist und 1636 (!) gepflanzt wurde.

Einkehr bei den Sereinigs auf einen „kleinen“ Fleischgenuss

Je nach Lust und Laune kann man vom Bodenbauer noch zur Märchenwiese weitergehen, dann wird aus dem Spaziergang allerdings eine kurze Wanderung. Unser Spaziergang geht auf der Straße und der Wiese zurück zum Ausgangspunkt beim Sereinig.

Der Familienhof Sereinig trägt seinen Zunamen zu Recht. Alexandra Sereinig, ihr Mann Rudi und die gesamte Familie empfangen ihre Gäste mit einer großen Herzlichkeit. Im Winter wie im Sommer ist es bei den Sereinigs einfach gemütlich und das Essen schmeckt.

Seit einiger Zeit ist die Haus- bzw. Familienplatte nach dem Skifahren oder eben nach einem kurzen Spaziergang ein liebgewonnenes Ritual geworden. Es gibt Wiener Schnitzel, Hühnerschnitzel, Würstel und ein bisschen etwas Gegrilltes serviert mit Pommes, Reis, Gemüse und Salat. Das ist ein schöner Ausklang für einen sehr erholsamen Tag im Bodental.

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