Gedanken zum ersten Adventsonntag

In meiner Geburtsstadt Klagenfurt sind die Einkaufsstraßen wieder weihnachtlich geschmückt. Die angeblich stillste Zeit des Jahres bricht an.

Die Menschen glühen an den Glühweinständen. Natürlich nicht alle, aber viele. Die Adventzeit ist zu einer Eventzeit geworden.

In der Früh ertönt aus dem Radio in den Nachrichten die wichtigste Meldung des Tages: Wie für den Handel der erste Einkaufsamstag im Advent gelaufen ist. 

Ein Artikel im Online-Standard über eine Familie, die Mindestsicherung bezieht, lässt mich nicht mehr los. Vor allem die Forenbeiträge darunter machen mich traurig. Am ersten Adventwochenende vergessen viele die Bedeutung dieser schönen Zeit.

Viele Kommentare sind gehässig und von oben herab. Man merkt, dass unser Land immer mehr gespalten wird. „Nach unten treten und nach oben buckeln“ ist das Leitmotiv für viele Österreicherinnen und Österreicher geworden, mit der arroganten Haltung: „Mir kann das nicht passieren!“

Der Advent ist die Zeit für: Innehalten. Nachdenken. An andere denken. Mit Menschen, die wir gern haben, zusammensitzen. Zeit nehmen. Vielleicht mal wieder jemandem helfen und sei es nur durch eine kleine oder große Spende. An sozial Schwächere denken und vielleicht einmal auf etwas verzichten.

„Advent“ vom lateinischen „adventus“ bedeutet lautet Wikipedia „Ankunft“. Also eigentlich adventus Domini (Ankunft des Herrn). Es ist die Jahreszeit, in der sich die Christenheit auf das Fest der Geburt Jesu Christi – Weihnachten – vorbereitet. Ankunft kann aber auch stehen für Zufriedenheit. Zufriedenheit mit dem, was wir haben. Zufriedenheit, noch immer in einem der schönsten und sichersten Länder zu leben. 

Die Naturkatastrophen der letzten Zeit haben in Kärnten gezeigt, dass es sehr wohl auch noch eine große Solidarität gibt. Einsatzkräfte und Nachbarn haben vielen anderen Menschen in der Not geholfen. Das gibt Hoffnung.

Ich werde in diesem Jahr wieder „Kärntner in Not“ unterstützen. Vielleicht tut der eine oder die andere von euch das auch.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche Adventzeit.

Informationen zu „Kärntner in Not“

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