Eishockey-Bootcamp in Toblach: Nur Sigi ist Harter

Schon eine Tradition ist das alljährliche November-Trainingslager der Karawanken Murmalan und Freunde in Toblach/Dobbiaco im Pustertal.

Die Anreise nach Südtirol wird durch die Wetterkapriolen ein Abenteuer. Ein Teil der Spieler strandet nach Sillian an der Grenze. Die Straße ist auf Grund der Schneemassen und wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Über den schneefrei gemachten Drauradweg wird dann von der Feuerwehr ein Verbindungsweg Richtung Innichen und Toblach eingerichtet.

Der Grund für das Eishockey-Bootcamp liegt auf der Hand: Die dritte Ausgabe des Karawanken Cups steht vor der Tür. Für die Murmalan lautet die Vorgabe „Mission 2“. Das gilt aber auch für die Truppe aus Sele/Zell. Die SG Gotschuchen/St. Margareten und die ATUS Ferlach Grizzlies kennen den wunderschönen Pokal nur vom Hörensagen.

Große Verbundenheit zwischen Toblach und Ferlach

Derzeit stecken die Teams in der harten Vorbereitungsphase. Verstärkt durch ein paar Zellaner und St. Margaretner Cracks und gemeinsam mit dem Team des Kärntner Liga Klubs ESV Ferlach geht es für drei Tage nach Südtirol in die Eishalle von Toblach. Ein Ort, den die Drau mit Ferlach verbindet. Die Wasserlebensader des Rosentals entspringt auf dem Toblacher Feld. Und noch etwas verbindet die beiden Gemeinden: Die große Leidenschaft für Eishockey.

In der Eishalle Toblach -Dobbiaco in der Sportzone Gries – oder „zona sportiva“ wie es auf italienisch so wunderschön klingt, wird der schnellste Mannschaftssport der Welt zelebriert. Klaus Volgger und seine Lebensgefährtin Andrea führen gemeinsam die Eisbar. Klaus, selbst passionierter Eishackler bei den Icebears Toblach in der „Italian Hockey League“ kümmert sich auch um die Eishalle und bereitet das Eis auf.

Vom Konzept, eine Eishalle mit einer Eisbar zu verbinden, könnte sich die Sportstadt Ferlach eine (kleine schwarze) Scheibe abschneiden. Hier ist es gemütlich, die Gastgeber sind herzlich und sehr bemüht. Vor einem großen Panoramafenster sitzen die Eishockeybegeisterten mit Blick auf die Eisfläche im Warmen. Die Einheimischen treffen sich an der Theke zum Plaudern. Geselligkeit wird hier groß geschrieben.

Für die Sommersaison wird ab Ende April ein Kunstrasenplatz für Fußball verlegt, so wird die Sportzone effizient genutzt. Es gibt einen Fitnessraum, der Fußballplatz liegt gleich nebenan. Und obendrein wurde ein Naturbadeteich angelegt.

Und eine Attraktion tierischer Natur ist Peppi, ein siebenjähriger Graupapagei. Er ist quasi die graue Eminenz der Bar. Eishockey-Utensilien und Bilder zeigen die lange Eishockey-Tradition in Toblach.

Video: Harte Trainings – nur Sigi ist Harter

Die Einheiten sind im Gegensatz zur Eisbar alles andere als gemütlich. Trainer Christian Cozelenka hatte bei der ersten Einheit sein persönliches Motto festgelegt: „Sie werden mich nicht lieben, sie werden mich hassen!“ Und so müssen die Cracks von der ersten Minute an Gas geben, dass beinahe die Drei Zinnen zu zittern beginnen. Immer wieder heißt die Devise „Rot-Blau-Rot“. Eishockey-Kenner wissen, was es da geschlagen hat. Die Oberschenkel fangen an zu brennen, wenn es zwischen den Linien unerbittlich hin und her geht.

Aber auch Spielzüge werden geübt. Am Ende steht ein Testspiel zwischen den Murmalan und dem ESV Ferlach auf dem Programm, das die favorisierte Truppe um Wolfi Kopeinig knapp mit 6:4 für sich entscheidet.

Kabinenparty

Danach klingt das Trainingslager mit dem berühmten vierten Drittel aus, auch Kabinenparty genannt. Karawanken Cup-Cheforganisator Walter Schmied, der die Reise ins Pustertal wie immer bis in kleinste Detail geplant und organisiert hatte, sorgte für eine feine Jause. Tine Doujak schmierte unermüdlich Brote und servierte dazu Speck und Pfefferoni. Auch das eine oder andere Bierchen wurde vernichtet.

Für Stimmung sorgten Martin „Wuze“ Buda, Egon „Sarma“ Parte und Co. Präsident Sigi Harter – auch „The Living Legend“ genannt – steckte mit seinem Lacher wieder alle anderen an. Jetzt weiß man, warum in Toblach und Ferlach das Wort „lach“ zu finden ist. Auch das verbindet.

Ab nun heißt es hoffen auf kalte Nächte und Tage, damit der dritte Karawanken Cup ab Dezember über die Bühne gehen kann. Historisches gibt es aus Sele/Zell zu berichten. Die legendäre Bande wurde durch eine neue ersetzt. Das Koschuta-Stadion heißt ab jetzt „Koschuta Square Garden“.

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